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3 unter 29 Minuten, ein dänisches Lauftalent, Jubiläumswetter

Wie bestellt: ideales Laufwetter! Mehr als 4.600 Läufer hatten sich zur Jubiläumsausgabe der Hamburger (Groß-)Traditionsveranstaltung angemeldet. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank gab sich an der Startpistole die Ehre. Erstmals wurde hier der Leistungs-Nachwuchscup (U18 und U20) des Deutschen Leichtathletik-Verbandes ausgetragen. Douglas Kipserem (KEN), Afrika- Meister über 5.000 m 2016 (13:13,39 Min.), war angemeldet, ebenso wie Favoritin und mit der Startnummer 1 Caroline Kitonga (ebenfalls KEN) und als aktuell schnellster “Vereinsdeutscher” – Mitglied eines deutschen Leichtathletikvereins – Norddeutschlands Haftom Weldaj (TSV Pattensen). Ein ganz besonderer Gast hatte sich spät aus Dänemark nachgemeldet: Axel Vang Christensen, Jahrgang 2004(!): Am 4. Mai war er in Østerbro in 30:50,02 Min. einen inoffiziellen Altersklassen-Weltrekord (damals in der U15) über 10.000 m Bahn gelaufen und unterbot wenige Wochen später (10. Juni) in 30:23 den dänischen U18-Rekord (!) über 10 km Straße. Gerade “doch noch” rechtzeitig nachgemeldet: Hailezgi Meresie (HNT Hamburg), der amtierende Hamburger Meister über 10 km. Unter den Teilnehmern: mehr als 40 % Frauen, womit der BARMER Alsterlauf deutlich über dem Durchschnitt liegt.

Zum siebten Mal ist die BARMER Titelsponsor des Alsterlaufs. 270 Teilnehmer hatten sich für den zum zweiten Mal ausgetragenen BARMER Firmencup angemeldet – deutlich mehr als 2018.
Auf geänderter Strecke – selbstverständlich neu vermessen und damit wie immer bestenlistenfähig – mit zusammengelegten Startkorridoren und Start wie Ziel am selben Ort (aber weiterhin mit einer XXL-Zielgeraden mit guter Sicht für die Zuschauer), setzte sich nach dem Startschuss das Läuferfeld um 10.00 Uhr in Bewegung – sechs Minuten lang und bei Top-Wetter. Auf zum “schönsten Laufsteg Deutschlands”!

Leistungsmäßig bietet der Alsterlauf seit etlichen Jahren ein hohes Niveau: Neun Jahre hintereinander gab es bei den Männern Siegerzeiten unter 29 Minuten (Streckenrekord: 28:15, Kalipus Lomwai, 2016). Keine allzu große Überraschung also als erneut der Führende mit Aussicht auf einen neuen Streckenrekord auf die Zielgerade Mönckebergstraße einbog. Dass es allerdings Charles Juma Ndiema war, war ein Überraschungsmoment. Und wie in früheren Jahren auf dem Ballindamm: Schafft er auf der langen Geraden den Streckenrekord oder nicht? Es waren gerade einmal 18 Sekunden, die ihm dann fehlten – 28:33 (brutto, 28:32 netto) zeigte die Uhr. Er war erst kurzfristig mit der Bahn aus Wien nach Hamburg angereist, vielleicht nicht 100% ausgeruht, wer weiß… Ein Kopf-an-Kopf-Zieleinlauf wurde es nicht, aber Nr. 2 und 3 blieben ebenfalls unter 29 Minuten, und insgesamt 6 Läufer unter 30. Knapp über 30: Haftom Weldaj (Eritrea, TSV Pattensen) der immer wieder mit dieser Marke kämpft. Bei der Hamburger Nacht der Zehner vor einigen Wochen hatte er es auf der Jahnkampfbahn knapp geschafft. Sechs Sekunden hinter ihm: Axel Vang Christensen aus Dänemark. Mit seiner 30:12 lief er persönlichen Rekord über 10 km Straße – und war am Leistungslimit, was ihm im Ziel anzusehen war. Er ist ein Ausnahmetalent! Wie seine Leistung in offizielle (dänische und internationale) Rekordlisten eingeht, muss abgewartet werden.

Neuer Hamburger Meister wurde erwartungsgemäß der Titelverteidiger Hailezgi Meresie in 31:39 und konnte damit seiner “Sammlung” einen weiteren Hamburger Meistertitel hinzufügen. Schnellste Frau: Caroline Gitonga Makandi aus Kenia wurde ihrer Favoritenrolle und ihrer Startnummer 1 gerecht und gewann in 32:19 – eine deutliche Minute vor Lillian Jelagat (Startnummer 2) und der Dritten Mercy Njoroge (Startnummer 3). Nach 2 km habe sich Gitonga Makandi von ihren Verfolgerinnen abgesetzt, verriet sie später bei der Siegerehrung, und lief danach im vordersten Feld der Männer mit.

Schnellste Deutsche: Lisa Oed (SCC Hanau-Rodenbach) als Gesamt-Vierte in 35:10. Sie, wie auch die direkt hinter ihr platzierte Natalie Jachmann (TSV Glücksburg), wollen allerdings in Kürze an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen und nahmen den BARMER Alsterlauf daher als Tempodauerlauf mit. Neue Hamburger Meisterin: Michaela Sarman-Lein. Die W45erin war erst vor kurzer Zeit zum Vereinssport gekommen und Mitglied bei hamburg running geworden und zeigt eine ansteigende Leistungskurve – sie war mit 36:11 Gesamt-Sechste und die einzige Ü40erin in den Top 30 der Ergebnisliste. Natürlich ist sie damit auch zum Auftakt Führende des hella Laufcup Hamburg.

Eine gute Tradition ist die Zusammenarbeit der AIDS-Hilfe Hamburg e.V. mit dem BARMER Alsterlauf. Wie lange es die Zusammenarbeit schon gibt, wusste auf der Bühne bei der Scheckübergabe aus dem Stand niemand zu sagen. “Gefühlt schon immer”. Stolze 4.119 Euro war die Höhe des übergebenen Spendenschecks.

Top-Ergebnisse (Bruttozeiten)
Männer Gesamtwertung
1. Charles Juma Ndiema (KEN), 28:33
2. Kipkorir Birir (KEN), 28:48
3. Peter Kipkemei Limo (KEN), 28:55
4. Joseph Nzoki Mbatha (KEN), 29:09
5. Douglas Kipserem (KEN), 29:13
6.Tom Mutie Mwendwa (KEN), 29:55
7. Haftom Weldaj (ERI), TSV Pattensen, 30:06 (schnellster Vereinsdeutscher) 8. Hillary Kipkoech (KEN), 30:10
9. Axel Vang Christensen (DEN), FIF Hillerød Atletik (Jahrgang 2004!), 30:12

12. Hailezgi Meresie (ERI), HNT Hamburg, 31:39 (Hamburger Meister)

Frauen Gesamtwertung
1. Caroline Gitonga Makandi (KEN), 32:19
2. Lillian Jelagat (KEN), 33:25
3. Mercy Njoroge (KEN), 33:52
4. Lisa Oed, SCC Hanau-Rodenbach , 35:10 (schnellste Deutsche)
5. Natalie Jachmann, TSV Glücksburg, 35:25
6. Michaela Sarman- Lein, Hamburg Running, 36:11 (Hamburger Meisterin)

Hamburger Meisterschaft Männer
1. Hailezgi Meresie (ERI), HNT Hamburg, 31:39
2. Christian Hiller, TH Eilbeck, 32:03
3. Martin Siebenborn, Hamburg Running, 32:29

Hamburger Meisterschaft Frauen
1. Michaela Sarman- Lein, Hamburg Running, 36:11
2. Sophie Vahl, Hamburger SV, 36:56
3. Katharina Nüser, Hamburger Laufladen, 37:22

Hamburger Meisterschaft Männer-Mannschaften
1. Hamburg Running, 1:37:58
2. Hamburg Running 2, 1:39:41
3. TH Eilbeck, 1:43:58

Hamburger Meisterschaft Frauen-Mannschaften
1. Hamburg Running, 1:52:25
2. Hamburg Running 2, 2:03:58
3. Hamburger Laufladen, 2:05:30

Firmencup Teamwertung
1. 4flow 2:09:10
2. Marco John Direktion für Deutsche Vermögensberatung, 2:11:33
3. BARMER 2:15:16

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