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10 Kilometer, die Hamburg heilig sind

Beim BARMER Alsterlauf trifft sich das who-is-who der norddeutschen Laufszene für einen schnellen 10er

Die Hamburger Außenalster: Sie ist des Einwohners beliebteste Laufstrecke. Zu beliebt vielleicht. Täglich tummeln sich hier unzählige Spaziergänger, Fahrradfahrer, Picknicker, Fitnessbegeisterte und Läufer um das nasse Herz der Stadt. Da kann es schon mal eng werden, besonders wenn man es „eilig“ hat. Glücklicherweise gibt es den BARMER Alsterlauf, bei dem das Geschehen für einen Sonntagvormittag auf die Straße verlagert wird. Diese Gelegenheit lassen sich auch Ortsfremde nicht entgehen und treten die Reise in die Elbmetropole an. Die heimische Szene ist ohnehin vor Ort. Auf dem flachen, verkehrsfreien Rundkurs über 10 Kilometer läuft man schließlich Bestzeit – natürlich nach den Regeln der World Athletics zertifiziert.

 

 

Angeführt von einem internationalen Top-Feld, treibt es hier die Elite zu Zeiten unter die 30-Minuten-Marke. Der Streckenrekord von 28:15 Min. von Kalipus Lomwai aus dem Jahre 2016 deutet die Marschrichtung an (der der Damen liegt bei 31:20, Mary Munanu, 2017). Aber auch wer es gemächlicher angehen mag, ist beim BARMER Alsterlauf genau richtig. Denn der Kurs bietet mit seinen zahlreichen visuellen Eindrücken, der Stimmung auf und an der Strecke sowie der einzigartigen Start- und Ziel-Atmosphäre in der Innenstadt genügend Gründe für eine Teilnahme. Der Blick von der Kennedybrücke auf die Alsterfontäne mit dem Jungfernstieg im Hintergrund ist da nur ein Panorama, an das man sich lange zurückerinnern wird. Deshalb ist das Dabeisein vielleicht dann doch ausschlaggebender als das Vorwegsein.

 

 

So ist die Veranstaltung in den vergangenen 30 Jahren zum Klassiker im bundesweiten Laufkalender avanciert. „Den muss man einfach mal erlebt haben“, hört man häufig aus Teilnehmerkreisen. Dabei kam der 2021er Auflage eine besondere Rolle zu. Als einer der ersten Großveranstaltungen lockte der Lauf im Sommer rund 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an und hatte damit einen entscheidenden Anteil auf dem Weg zurück zur Normalität. Doch diese Zahlen dürften im September 2022 vergleichsweise gering erscheinen, wenn die Teilnehmerlimitierung gänzlich aufgehoben sein wird und der Weg wieder für mehrere tausend Alsterläuferinnen und -läufer frei ist.

 

 

Wenn am Sonntag, den 4. September der Startschuss auf dem Ballindamm erklingt und sich das Teilnehmerfeld auf die Rundreise um die Alster in Bewegung setzt, dann freut das nicht nur die Läuferinnen und Läufer. Seit über 20 Jahren ist die Aidshilfe Hamburg e.V. offizieller Charity-Partner des BARMER Alsterlauf. Alle Teilnehmenden erhalten bei der Anmeldung die Gelegenheit für die wohltätige Organisation zu spenden. So gesehen steht eine Teilnahme nicht nur für einen Angriff auf die persönliche Bestmarke, einen Sightseeing-Trip mit Erinnerungscharakter und einen Volkslauf im großen Stil, sondern auch für die gute Sache.

 

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