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Bericht zum 28. BARMER Alsterlauf 2017

28. BARMER Alsterlauf mit Frauen-Streckenrekord und Sommerwetter – 10. September 2017

Gestern Regen, morgen Regen angesagt, gestern Großveranstaltungen in Hamburg (Rolling Stones, Cruise Days, Lange Nacht der Theater) – aber der BARMER Alsterlauf bekam zu seiner 28. Auflage das beste Wetter ab: Spätsommersonne und wie immer keinen Tropfen Regen. Und wie immer standen tausende Teilnehmer auf den zwei Startkorridoren (Mönckebergstraße und Steinstraße) und bekamen vor dem Erbringen der eigenen sportlichen Leistung auf dem Podium Sportprominenz zu sehen, die diese schon längst bewiesen hat: Torsten May, Box- Olympiasieger Barcelona 1992 und Michael Barkowski, “ewiger” Hamburger 25 km-Straßenlauf-Rekordhalter und nach 40 Jahren als Hamburger Leichtathletik­trainer, vor wenigen Wochen in den Ruhestand gegangen – er hatte u.a. in den 1990er Jahren einige der großen Hamburger Langstrecken-Lauftalente betreut.

Nun also um 10:00 Uhr der Startschuss zum zweiten Wertungslauf des hella Laufcups – der dieses Jahr “erwachsen” wird: es ist seine 18. Auflage. Schon einmal vormerken: 2018 wird der BARMER Alsterlauf voraussichtlich wieder der Auftaktlauf des Cups sein.

Die Lage im Feld war diesmal schwierig zu beurteilen. Im Elitefeld waren einige Teilnehmer aus dem Vorjahr dabei, u.a. der hella Halbmarathon-Gewinner des Vorjahres, aber da heute keine Meisterschaften stattfanden, fehlten bekannte deutsche Namen. Wer würde auf dem Ballindamm als erster um die Ecke biegen und würde es auf der Zielgeraden zu einem Streckenrekord reichen? Mit “noch einem” Rekord rechnete eigentlich niemand wirklich – es kann ja nicht jedes Jahr einen geben.

Aber: das Führungsauto bog nach 27 ½ Minuten um die Ecke bei der Kunsthalle, der Streckenrekord der Männer liegt bei 28:15, und die Zielgerade ist ungefähr 300m lang. Das wurde wieder ein Rennen gegen die Zieluhr! James Kibet aus Kenia, mit Startnummer 5, lag vorne – aber irgendwo auf der Hälfte der Zielgerade verstrichen die magischen 28:15. Ganze 15 Sekunden fehlten ihm, als er das Zielband durchlief! Und nur 13 Sekunden hinter ihm: Charles Wachira Maina (Kenia) auf Platz zwei. Auf Platz 5 der schnellste für einen deutschen Verein Startende: Haftom Weldaj (TSV Pattensen), der nach einer 31:00 vor wenigen Wochen auf der Bahn bei der Hamburger “Nacht der Zehner” auf der Straße nun endlich die 31 knackte und in 30:52 ins Ziel kam. Platz 6: Philip Champignon (OTB Osnabrück) in 31:12. – Grattis på Svenska veteranrekord! Fredrik Uhrbom lief in 31:14 neuen schwedischen Senioren-Landesrekord der M40 (vorher seit 2008: 31:18). – Die Überraschung des Tages aber folgte wenige Schritte hinter ihm: Mary Munanu aus Kenia pulverisierte den Streckenrekord der Frauen – von 31:52 auf 31:20. Damit hatte niemand gerechnet – die Sensation war perfekt! “I’m very proud, it’s my first 10k race in Europe”, sagte sie später bei der Siegerehrung, mit einem Riesenglas Erdinger (alkoholfrei) in der Hand.

Einmal mehr schnellster Hamburger: Mourad Bekakcha (hamburg running) in 31:44 auf Platz 11.

Schnellste Europäerin und Deutsche: Mareike Bechtloff vom Team des Titelsponsors Barmer in 36:59. Sie war 2013 in Witten deutsche Hochschulmeisterin über 10 km geworden. Zwei Sekunden hinter ihr, also in 37:01, was sie zu einem kurzen “Mist – nächstes Mal klappt’s!” veranlasste: Katharina Nüser als schnellste Hamburgerin und deutsche Vereinsläuferin (LG Wedel- Pinneberg). Sie befindet sich gerade in der Vorbereitung zum Bremen- Marathon und will dort auf unter 2:58 angehen.

Der Zwischenstand beim hella Laufcup: nach wie vor liegen Luigi Babusci (BSG Siemens Hamburg) und Michala Sarman-Lein (Hamburg) in Führung. Der dritte und letzte Cup-Wertungslauf findet am 24. September im Alstertal statt.

Die Top Platzierten der Gesamtwertung:

Männer

  1. James Kibet (KEN), 28:30
  2. Charles Wachira Maina (KEN), 28:43
  3. Ezra Kering (KEN), 29:28
  4. Ronald Ngigi Kariuki (KEN), 30:16
  5. Haftom Weldaj, TSV Pattensen, 30:51
  6. Philip Champignon, OTB Osnabrück, 31:12

    11. Mourad Bekakcha, Hamburg Running, 31.44 (schnellster Hamburger)

 

Frauen

  1. Mary Munanu (KEN), 31:20 Streckenrekord
  2. Joyce Jemutai Kiplimo (KEN), 32:39
  3. Tabitha Gichia (KEN), 33:08
  4. Maryanne Wanjiru (KEN), 33:29
  5. Gladys Kataron Kiplagat (KEN), 34:40
  6. Urge Aytu Nugusu (ETH), 36:52

    8. Mareike Bechtloff, BARMER, 36:59 (schnellste Deutsche)
    9. Katharina Nüser, LG Wedel-Pinneberg, 37:01 (schnellste Hamburgerin

 

Alle Ergebnisse hier.

 

Text: Heiko Dobrick, www.laufen-in-hamburg.de

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