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Frischer Wind beim 26. BARMER GEK Alsterlauf

Frischer Wind im wörtlichen wie im übertragenen Sinne: Erstmals war die BARMER GEK Titelsponsor des Alsterlaufs, die Strecke endet nun erstmals im Startbereich (nämlich in der Mönckebergstraße), der vergrößerte Zieleinlaufbereich ist auf den Gerhart-Hauptmann-Platz und in die Kleine Rosenstraße umgezogen, im Start-/Zielbereich gibt’s Moderation und Live-Musik von der Showbühne – und der Wind wehte an der Alster ziemlich frisch in Stärke 4-5, in Böen sogar bis 7. Aber die Alsterlauf-Tradition “niemals Regen während des Rennens” endete auch diesmal nicht. Starker Regen am Tag zuvor, und ein paar Stunden danach – aber Sonne während des Rennens und sogar noch Sommergefühl während der Siegerehrungen!
Heike Drechsler, zweifache Olympiasiegerin im Weitsprung (1992 Barcelona und 2000 Sydney) gab sich die Ehre, den Startschuss zu geben – nach gemeinsamer original Hamburger Gesangseinlage (“Jung mit’n Tüdelband” – Moderator Karsten Schölermann, die Live-Band und mehr als 4500 Teilnehmer zusammen) – und lief den 10er ganz locker mit – mit der Startnummer “1”.

Gar nicht zum lockeren Laufen war das überwiegend kenianische Elitefeld nach Hamburg gekommen, sondern mit Ambitionen auf den Streckenrekord. Das würde schwierig werden, wurde bei den Windverhältnisse schon vor dem Startschuss vermutet. Und auch Hamburger Rekorde würde es hier heute wohl keine geben, das auch, denn einige Alsterlauf-Stammgäste aus den Hamburger Leichtathletikvereinen traten bei den gleichzeitig stattfindenden Deutschen Meisterschaften im 10 km Straßenlauf in Bad Liebenzell an.

Da kam es doch einigermaßen überraschend, dass das Führungsauto schon nach 27 Minuten und 27 Sekunden um die Ecke auf die Mönckebergstraße einbog. War da doch noch was drin? Zumal es auf den letzten paar 100m bei der neuen Streckenführung leicht bergab geht. Aber der Führende samt Führungsfahrrad lief in deutlichen 25s Abstand hinter dem Führungsauto her – und kam selbst erst um 27:50 um die Ecke. Nur 27 Sekunden blieben ihm da noch bis zum Verstreichen des Streckenrekords. Der liegt nämlich bei 28:17 (und stammt aus dem Jahr 2012). Als die Uhr soweit vorgerückt war, war der Mann mit der Startnummer 6 – es war Geoffrey Koech aus Kenia – aber erst unter dem roten e.on Zielbogen. Es folgt aber noch der hella Zielbogen und die tatsächliche Ziellinie ist unter dem dritten, dem BARMER GEK Zielbogen. Natürlich gab es in der Zielgasse trotzdem lauten Jubel – Koech riss die Arme in Siegerpose hoch und gewann in 28:29 – immer noch eine der Top-Siegerzeiten in 26 Jahren Alsterlauf. Seine Verfolger kamen dann fast im Sekundentakt – und insgesamt blieben sechs unter 29 Minuten. Der schnellste Deutsche folgte mit ein bisschen Abstand, es war Pascal Dethlefs (Athletico Büdelsdorf) in 31:34 als Gesamt- 13. Die stärkste Hamburger Leistung vor Ort bot Mathias Jarck mit 32:12 für den Hamburger SV, wo man auch feststellte, dass man acht der 20 schnellsten deutschen Teilnehmer im Ziel stellte.

Einen Glückwunsch bei dieser Gelegenheit auch an Mourad Bekakcha, ebenfalls HSV, der in Bad Liebenzell mit 31:50 Deutscher Vizemeister in der M35 wurde – und an Arne Gabius (Laufteam Haspa Marathon Hamburg), der in 28:44 dort Deutscher Meister wurde), und an die Damen-Mannschaft vom LT Haspa Marathon Hamburg zum Vizemeistertitel. Wer weiß, vielleicht finden die nächsten Deutschen Meisterschaften hier beim Alsterlauf am 11.9.2016 statt.

Die schnellste Frau wurde Margaret Muringi aus Kenia in 33:29, schnellste Deutsche (einmal mehr) Martina Boe-Lange (Post SV Uelzen) in 36:54 auf Gesamt-Platz 6 und schnellste Hamburgerin Judith Havers in 39:05.
Für die Zieleinläufe gab es dann noch einmal richtig Sommerwetter – ebenso bei den anschließenden Siegerehrungen, die mit der Übergabe von gleich zwei Schecks an die AIDS-Hilfe Hamburg begannen: 300 Euro und 4032 Euro und einer schnell besorgten Euro-Münze aus irgendeiner Hosentasche, um die 4333 Euro “rund” zu bekommen. Alle Erlöse aus dem hella-Getränkeverkauf gehen an die AIDS-Hilfe.
Übrigens: nach dem Alsterlauf ist vor dem Alsterlauf – die Anmeldung für Nummer 27 am 11. September 2016 ist offen.

Damen

1. Margaret Muringi (KEN), 33:29
2. Tabitha Gichia (KEN), 33:37
3. Shito Osu Wudessa (ETH), 34:48
4. Prisca Kiprono (KEN), 35:13
5. Alicen Chepleting (KEN), 36:07
6. Martina Boe-Lange (Post SV Uelzen), 36:54 (schnellste Deutsche)

10. Judith Havers, Hamburg, 39:05 (schnellste Hamburgerin)

Herren

1. Geoffrey Koech (KEN), 28:29
2. K. Fredrick Ngeny (KEN), 28:36
3. Elisha Rotich (KEN), 28:40
4. Hillary Maiyo (KEN), 28:41
5. K. James Barmassai (KEN), 28:43
6. Alfred Ronoh (KEN), 28:50

13. Pascal Dethlefs (Athletico Büdelsdorf), 31:34

16. Mathias Jarck (Hamburger SV) 32:12

Die Ergebnislisten sind online!

 

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