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Der Favoriten-Check

International: Damen

Wie für die Veranstaltung üblich hat wieder ein erlesenes Spitzenfeld ihre Teilnahme zugesagt. Besonders die Rückkehr der Gitonga-Zwillinge dürfte für Furore sorgen. Erstmalig werden Caroline (Siegerin 2019) und Purity Gitonga (Siegerin 2022 und Streckenrekordhalterin) gemeinsam an der Alster an der Startline stehen. Die 27-Jährigen werden voraussichtlich im familieninternen Duell den Sieg unter sich ausmachen. Beide Kenianerinnen kehren mit frischen Bestzeiten im Gepäck zurück an die Alster. Caroline verkürzte erst im Mai ihre Bestzeit in Triest auf 31:23, während Purity im April in Paderborn dem Club der sub 31er beitrat (30:57). Angesichts der Topform, in der sich beide Damen befinden, gerät auch der Streckenrekord in Gefahr.

International: Herren

Auch bei den Männern findet sich ein alter Bekannter unter den Favoriten wieder: Philimon Kipkorir Maritim (Kenia) belegte 2016 einen beachtlichen 4. Platz. Maritim wird trotz des verpassten Siegerpodests gute Erinnerung an Hamburg haben. Seine damalige 28:20 Min. stellt bis heute seine persönliche Bestmarke dar. Dass heute noch mit dem 35-Jährigen zu rechnen ist, belegte er erst im April in Paderborn mit einer 28:31. Sein größter Konkurrent wird Vincent Kimutai Towett (nochmal Kenia) sein. Der 26-Jährige ist in ähnlicher Form wie Maritim und reist mit einer frischen Bestmarke von 28:26 (Karlovac, Kroatien) an die Alster. Für Towett ist es eine schnelle Rückkehr nach Hamburg, belegte er doch erst im Juni beim hella hamburg halbmarathon einen starken 5. Platz (1:03:21). Komplettiert wird das Top-Feld durch den Briten Alex George. Der U20-Europameister über 5.000 m von 2015 muss sich an einem guten Tag nicht hinter den Kenianern verstecken und wird versuchen, möglichst lange an den anderen dranzubleiben.

Ein Hamburger von internationalem Format

Ganz spontan zum Kreis der Favoriten dazugestoßen ist Haftom Welday (Hamburger Laufladen). Eigentlich war eine Teilnahme so kurz nach den Leichtathletik-Weltmeisterschaften nicht vorgesehen. Da ist es umso erfreulicher, dass er am Sonntag jetzt doch dabei ist. Der 33-jährige gebürtige Äthiopier, der seit 2014 in Deutschland lebt und seit 2021 Hamburger ist, überzeugte am vergangenen Sonntag bei seinem WM-Debüt in Budapest, wo er im Marathon den 15. Platz belegte (2:11:25 h).

Für Welday ist der BARMER Alsterlauf keine Unbekannte, belegte er 2019 in 30:06 Min. einen starken 6. Platz und wurde damit schnellster „Vereinsdeutscher“. In der Zwischenzeit verkürzte sich seine persönliche Bestzeit im 10km-Straßenlauf auf 29:13 (Berlin 2022). Dank einem international top besetzten Teilnehmerfeld und der schnellen Streckenbeschaffenheit stimmen am Sonntag die Rahmenbedingungen, um hier anknüpfen zu können. Sofern es die Beine denn hergeben. Nach eigenen Aussagen fühlen sich diese nämlich noch etwas schwer an. „Mal sehen, wie ich mich am Sonntag fühle“, gibt er als Einschätzung seiner eigenen Leistungsfähigkeit zu Protokoll.

Sollte er sich am Sonntag wieder fit fühlen, würde er vorne um einen Platz auf dem Podium mitlaufen – in einem Rennen, welches seit Jahren von Kenianern, Äthiopiern und Eritreern dominiert wird. Selbst ein Sieg wäre bei einem optimalen Rennverlauf nicht ausgeschlossen. Damit würde Welday sich in eine sehr kurze Liste von deutschen Siegern eintragen. Die bisher einzigen, den dies gelang, sind Detlef Schwarz (1990, 31:55) und Yannick von Soosten (2021, 31:24).

National

Die nationale Favoritenrolle nimmt Svenja Pingpank (Hannover Athletics) ein. Die viertplatzierte der Deutschen Meisterschaften 2023 über 10.000m reist mit einer persönlichen Bestzeit von 33:08,72 an. Den Favoritenstatus der Männer (und damit auch bei den Hamburger Meisterschaften) teilen sich die Lokalmatadoren Christian Hiller (TB Hamburg Eilbeck, pB 10 km 31:39 Min. / Marathon 2:24) und Gerrit Kröger (Hamburg Running, pB 10.000 m 31:23,83 Min.). Ein Wörtchen mitzureden hat da eventuell Ole Srocke. Der 33-Jährige Hamburger ist vereinslos und muss sich leistungstechnisch nicht hinter seinen Kollegen verstecken. Bei den Hamburger Titelkämpfen ist in der Frauenkategorie die Vize-Meisterin des Vorjahres, Caroline Balduhn (TB Hamburg Eilbeck, pB 36:48 Min.) leicht favorisiert.

Nachwuchs (R5K)

Beim R5K wird Julian Gering (LG Vogtland) als Führender der U23-Wertung als Favorit an die Alster reisen. Mit jeweils einer Teilnahme in Hannover (14:56 Min.) und Paderborn (14:48 Min.) ist er bereits für das Finale in Berlin qualifiziert, während Kiara Nahen vom LC Paderborn (16:23 Min.) noch ihr Ticket in Hamburg lösen möchte.

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